🌱 Spurenelemente für Zitruspflanzen – Welche sind wichtig?
Zitruspflanzen benötigen neben Stickstoff, Phosphor und Kalium auch verschiedene Spurenelemente. Obwohl sie nur in kleinen Mengen gebraucht werden, sind sie für gesunde Blätter, kräftiges Wachstum, Blüten und Früchte wichtig. Besonders Eisen, Magnesium, Zink und Mangan können bei Citrus eine Rolle spielen.
Welche Spurenelemente brauchen Zitruspflanzen?
Zu den wichtigen Mikronährstoffen gehören:
• Eisen (Fe) – wichtig für die Bildung von Chlorophyll und damit für grüne Blätter
• Mangan (Mn) – beteiligt an der Photosynthese und verschiedenen Stoffwechselprozessen
• Zink (Zn) – wichtig für Wachstum und Enzymfunktionen
• Bor (B) – spielt unter anderem bei Zellbildung und Blüten- sowie Fruchtentwicklung eine Rolle
• Kupfer (Cu) – wird für verschiedene Enzyme und Stoffwechselprozesse benötigt
• Molybdän (Mo) – beteiligt am Stickstoffstoffwechsel
Auch Magnesium ist für Citrus besonders wichtig, obwohl es streng genommen zu den Mengenelementen gehört.
Eisen ist bei Citrus besonders wichtig
Eisenmangel kommt bei Zitruspflanzen relativ häufig vor.
Typisch ist:
Junge Blätter werden gelblich, während die Blattadern zunächst deutlich grüner bleiben.
Dieses Muster wird als intervenale Chlorose bezeichnet.
Allerdings bedeutet ein solches Erscheinungsbild nicht automatisch, dass im Substrat zu wenig Eisen vorhanden ist.
Ein zu hoher pH-Wert kann beispielsweise dazu führen, dass vorhandenes Eisen für die Pflanze schlechter verfügbar ist.
➡ Mehr zum Thema: pH-Wert des Gießwassers optimieren
Magnesium nicht vergessen
Magnesium ist ein zentraler Bestandteil des Chlorophylls.
Bei einem Mangel können ältere Blätter zwischen den Blattadern heller werden, während die Adern länger grün bleiben.
Da Magnesium zu den Mengenelementen gehört, sollte es nicht mit klassischen Spurenelementen verwechselt werden.
Woher bekommen Citrus ihre Spurenelemente?
Ein hochwertiger Citrus-Dünger enthält normalerweise bereits wichtige Mikronährstoffe.
Achte auf dem Etikett beispielsweise auf Angaben zu:
• Eisen,
• Mangan,
• Zink,
• Bor,
• Kupfer,
• Molybdän.
Wenn dein Dünger bereits eine ausreichende Mikronährstoffversorgung bietet, solltest du nicht automatisch zusätzliche Spurenelementpräparate verwenden.
Wann sind zusätzliche Spurenelemente sinnvoll?
Eine zusätzliche Versorgung kann sinnvoll sein, wenn:
• ein konkreter Mangel festgestellt wurde,
• die Pflanze trotz ausreichender Grunddüngung typische Mangelsymptome zeigt,
• die Wasser- oder Substratbedingungen die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.
Bevor du zusätzliche Spurenelemente gibst, solltest du möglichst die Ursache klären.
Mehr Spurenelemente sind nicht besser
Bei Mikronährstoffen ist die richtige Dosierung besonders wichtig.
Ein Mangel kann Probleme verursachen, aber auch eine Überversorgung kann schädlich sein.
Deshalb solltest du nicht mehrere Spurenelementpräparate gleichzeitig verwenden, ohne deren Zusammensetzung zu berücksichtigen.
Gerade bei Bor, Kupfer und Molybdän sollte eine Überdosierung vermieden werden.
Spurenelemente und hartes Wasser
Die Wasserqualität kann die Verfügbarkeit bestimmter Nährstoffe beeinflussen.
Bei hartem Wasser kann beispielsweise ein höherer pH-Wert im Substrat entstehen. Dadurch kann insbesondere Eisen schlechter verfügbar werden.
Weiße Ablagerungen auf der Erde können außerdem auf eine langfristige Mineralstoffanreicherung hinweisen.
➡ Mehr zum Thema: Wasserqualität messen
Spurenelemente über das Blatt geben?
Bestimmte Mikronährstoffe können auch über eine Blattdüngung verabreicht werden.
Das kann bei einem akuten Mangel interessant sein, sollte aber gezielt erfolgen.
Verwende dafür nur Produkte, die ausdrücklich zur Blattdüngung geeignet sind.
➡ Mehr zum Thema: Blattdüngung bei Citrus
Häufige Fehler
Bei gelben Blättern einfach Spurenelemente geben
Gelbe Blätter können viele Ursachen haben. Erst die Symptome richtig einordnen.
Eisenmangel und hohen pH-Wert getrennt betrachten
Ein ungünstiger pH-Wert kann die Eisenaufnahme blockieren, obwohl im Substrat Eisen vorhanden ist.
Mehrere Spurenelementdünger kombinieren
Dadurch kann schnell eine unnötig hohe Gesamtdosis entstehen.
Spurenelemente auf Verdacht hoch dosieren
Bei Mikronährstoffen liegt der sinnvolle Bereich zwischen Mangel und Überversorgung relativ eng.
So versorgst du Citrus richtig
✓ hochwertigen Citrus-Dünger mit Mikronährstoffen verwenden
✓ bei Mangelsymptomen zunächst die Ursache prüfen
✓ Wasserqualität und pH-Wert berücksichtigen
✓ zusätzliche Präparate nur gezielt einsetzen
✓ Dosierung genau einhalten
✓ bei Blattdüngung nur geeignete Produkte verwenden
Häufige Fragen
Welche Spurenelemente sind für Zitruspflanzen besonders wichtig?
Vor allem Eisen, Mangan, Zink, Bor, Kupfer und Molybdän. Zusätzlich spielt Magnesium als Mengenelement eine wichtige Rolle.
Brauchen Zitruspflanzen einen speziellen Spurenelementdünger?
Nicht unbedingt. Ein hochwertiger Citrus-Dünger enthält normalerweise bereits wichtige Mikronährstoffe.
Warum haben meine Zitruspflanzen gelbe Blätter trotz Düngung?
Möglicherweise kann ein Nährstoff zwar vorhanden, aber schlecht verfügbar sein. Besonders der pH-Wert und die Wurzelgesundheit spielen dabei eine wichtige Rolle.
Kann ich zusätzlich Eisen düngen?
Ja, wenn tatsächlich ein Eisenmangel oder eine eingeschränkte Eisenverfügbarkeit vorliegt. Eine unnötig hohe Eisengabe solltest du vermeiden.
Weitere Themen zur Düngung
➡ Langzeitdünger für Zitruspflanzen
➡ Eisenmangel bei Zitruspflanzen
➡ Nährstoffmängel bei Citrus erkennen
➡ Düngung im Winter
➡ Kalk im Gießwasser reduzieren
