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💧 pH-Wert des Gießwassers optimieren – So versorgst du Zitruspflanzen richtig

Der pH-Wert des Gießwassers beeinflusst, wie gut Zitruspflanzen Nährstoffe aufnehmen können. Besonders bei dauerhaft hartem Leitungswasser kann der pH-Wert im Wurzelbereich ungünstig werden. Bevor du das Gießwasser jedoch veränderst, solltest du zunächst messen und auch das Substrat berücksichtigen. Nicht jedes Problem mit gelben Blättern lässt sich durch eine Veränderung des pH-Werts lösen.

Welcher pH-Wert ist für Citrus geeignet?

Zitruspflanzen wachsen am besten in einem leicht sauren bis schwach sauren Wurzelbereich.

Als grobe Orientierung gilt für das Substrat häufig ein pH-Wert von etwa 5,5 bis 6,5.

Beim Gießwasser ist jedoch nicht allein der gemessene pH-Wert entscheidend. Wasserhärte und Alkalinität beeinflussen ebenfalls, wie stark sich der pH-Wert des Substrats langfristig verändert.

Warum reicht der pH-Wert des Wassers allein nicht aus?

Ein Gießwasser mit niedrigem pH-Wert kann nach dem Kontakt mit einem kalkhaltigen Substrat schnell wieder einen höheren pH-Wert erreichen.

Deshalb solltest du unterscheiden zwischen:
• pH-Wert des Gießwassers,
• Wasserhärte beziehungsweise Alkalinität,
• pH-Wert des Substrats.

Für die Pflanze ist letztlich vor allem das Milieu im Wurzelbereich entscheidend.

➡ Mehr zum Thema: Wasserqualität messen

Gießwasser zuerst messen

Bevor du den pH-Wert veränderst, solltest du dein Wasser überprüfen.

Interessant sind insbesondere:
• pH-Wert,
• Wasserhärte,
• Alkalinität,
• Leitfähigkeit.

Bei Leitungswasser findest du viele dieser Angaben auch in der Wasseranalyse deines Wasserversorgers.

➡ Mehr zum Thema: Leitfähigkeit des Wassers verstehen

Hartes Wasser kann langfristig problematisch sein

Bei hartem Wasser gelangen regelmäßig Calcium- und Carbonatverbindungen in den Topf.

Über längere Zeit kann dadurch:
• der pH-Wert des Substrats steigen,
• die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt werden,
• Kalk auf der Erdoberfläche sichtbar werden.

Deshalb ist bei hartem Leitungswasser häufig die Wasserwahl wichtiger als eine ständige Korrektur des pH-Werts.

➡ Mehr zum Thema: Weiße Ablagerungen auf der Erde

Regenwasser als einfache Alternative

Sauberes Regenwasser ist für viele Zitruspflanzen eine praktische Alternative zu sehr hartem Leitungswasser.

Es enthält meist deutlich weniger gelöste Mineralstoffe und kann deshalb helfen, die langfristige Mineralstoffbelastung des Substrats zu reduzieren.

Achte auf eine saubere Sammlung und Lagerung.

➡ Mehr zum Thema: Regenwasser oder Leitungswasser?

pH-Wert gezielt senken

Wenn eine gezielte Anpassung notwendig ist, solltest du dafür geeignete Mittel verwenden und vorsichtig dosieren.

Wichtig:
Nicht einfach Essig oder Zitronensaft nach Gefühl ins Gießwasser geben.

Solche Hausmittel können den pH-Wert zwar kurzfristig verändern, lassen sich aber schlecht kontrollieren und können die Wasserchemie unerwartet beeinflussen.

Besser sind dafür geeignete pH-Senker und eine Messung nach der Zugabe.

pH-Wert nicht unnötig stark verändern

Ein sehr niedriger pH-Wert ist nicht automatisch besser.

Zu stark angesäuertes Wasser kann:
• Wurzeln belasten,
• Nährstoffungleichgewichte verursachen,
• die Wirkung von Düngern verändern.

Das Ziel ist deshalb nicht, einen möglichst niedrigen Wert zu erreichen, sondern einen passenden und stabilen Wurzelbereich zu erhalten.

Nach dem Düngen erneut messen?

Wenn du Flüssigdünger verwendest, kann sich der pH-Wert des Gießwassers verändern.

Wenn du den pH-Wert gezielt steuerst, ist es deshalb sinnvoll, das fertige Gießwasser nach dem Mischen zu messen.

So beurteilst du tatsächlich die Lösung, die an die Wurzeln gelangt.

Häufige Fehler

Den pH-Wert des Leitungswassers allein betrachten
Wasserhärte und Alkalinität können langfristig wichtiger sein.

Nach Gefühl Säure hinzufügen
Schon kleine Mengen können den pH-Wert je nach Wasserqualität stark verändern.

Zitronensaft oder Essig dauerhaft verwenden
Das ist keine zuverlässige Methode für eine kontrollierte Langzeitbewässerung.

Einen möglichst niedrigen pH-Wert anstreben
Zitruspflanzen benötigen kein extrem saures Gießwasser.

Das Substrat nicht kontrollieren
Entscheidend ist letztlich der pH-Wert im Wurzelbereich.

So optimierst du das Gießwasser

✓ Wasserqualität zunächst messen
✓ pH-Wert und Alkalinität gemeinsam betrachten
✓ bei hartem Wasser eine geeignete Wasserquelle prüfen
✓ pH-Wert nur gezielt und kontrolliert verändern
✓ das fertige Gießwasser bei Bedarf erneut messen
✓ den pH-Wert des Substrats im Blick behalten

Häufige Fragen

Welchen pH-Wert sollte Gießwasser für Zitruspflanzen haben?
Eine pauschale Zahl für das Gießwasser ist weniger sinnvoll als die Betrachtung des gesamten Wurzelbereichs. Für das Substrat wird bei Citrus häufig ein leicht saurer Bereich von etwa 5,5 bis 6,5 angestrebt.

Kann ich Zitronensaft verwenden, um den pH-Wert zu senken?
Für eine gelegentliche Notlösung mag das den pH-Wert kurzfristig verändern. Für eine kontrollierte dauerhafte Bewässerung ist Zitronensaft jedoch nicht empfehlenswert.

Ist hartes Leitungswasser automatisch ungeeignet?
Nein. Auch hartes Leitungswasser kann verwendet werden. Bei dauerhafter Nutzung kann es jedoch den pH-Wert und die Mineralstoffzusammensetzung des Substrats beeinflussen.

Ist Regenwasser besser?
Bei sehr hartem Leitungswasser kann sauberes Regenwasser eine gute Alternative sein, weil es meist deutlich weniger gelöste Mineralstoffe enthält.

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